TRAILER

DER FILM

„Dieser Film dokumentiert ein Ereignis, das so noch nie stattgefunden hat: Die erste Begegnung zwischen Menschen und intelligentem Leben aus dem All.“ Seit der Erfindung der Radiowellen sendet die Menschheit Signale in den Weltraum und kündet so ihre Existenz bei anderen Zivilisationen an. Mit beispiellosem Zugang zum Büro für Weltraumfragen der UNO, dem Militär und Experten leitender Agenturen für Weltraum, erkundet der Film ein Szenario eines ersten Kontakts, beginnend mit der einfachsten aller Fragen: Warum bist du hier? Wie denkst du? Was siehst du in uns Menschen, das wir nicht ins uns selbst sehen? THE VISIT ist eine Reise über die irdische Perspektive hinaus und zeigt Ängste, Hoffnungen und Rituale einer Spezies auf, die gezwungen wird, sich nicht nur mit fremden Lebensformen zu konfrontieren, sondern auch mit ihrem Selbstbild.

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Hintergrund

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Ich sehe mich selbst als jemanden, der sich in einem ständigen Dialog damit befindet, was Dokumentarfilm ist und was er sein kann. Ich denke nicht, dass die Realität eine unveränderliche Entität ist, die dann in dieser oder jener Hinsicht entsprechend dokumentiert – enthüllt – werden kann. Stattdessen vermute ich, dass Realität von der Art ihrer Interpretation abhängig ist und diese zulässt. Anders gesagt interessiere ich mich für die Potentiale und Voraussetzungen, wie Realität sein kann und wie sie interpretiert wird.

Es ist nicht sehr schwierig vorherzusagen, dass eine Begegnung mit einer intelligenten fremden Lebensform das herausragende und wichtigste Ereignis der menschlichen Geschichte wäre. Dennoch ist die wahre Aufgabe von THE VISIT, über diese Frage hinauszugehen und zu entdecken, was eine solche Begegnung wirklich bedeuten würde.

In dieser Hinsicht ist THE VISIT kein „was wäre wenn“-Szenario, sondern ein „was und wann“- Szenario. THE VISIT ist also die Kostümprobe, der Notfallplan, um dessen Nichtvorhandensein sich die Vereinten Nationen Sorgen machen. Von irdischeren Erfahrungen wissen wir bereits, was passieren kann, wenn Kulturen sich gegenseitig als „fremd“ empfinden.

Wenn wir über einen Erstkontakt sprechen, dann glaube ich, dass die einzige Gewissheit jene ist, dass das jenseits unserer Vorstellungskraft ist. Die Herausforderung für THE VISIT ist also, etwas wesentlich Unverständliches verständlich zu machen. Infolgedessen bewegt sich THE VISIT auf ein Gelände, das die Terra Incognita der westlichen Selbstwahrnehmung ist, da die Anwesenheit einer fremden Lebensform nicht nur unser Verständnis infrage stellt, sondern den ultimativen Kontrollverlust bedeutet. Vielleicht ist ja auch der Verlust der Kontrolle der fremdeste Standpunkt für den modernen Menschen? Gerade dieser spezielle blinde Fleck in unserem heutigen Selbstverständnis bietet einen einzigartigen Blickpunkt für jeden Dokumentarfilm. Anders gesagt repräsentiert THE VISIT meinen Versuch mich an die Frage anzunähern: Was ist der Mensch?

Michael Madsen, November 2014, Erde

BEGEGNUNG DER FÜNFTEN ART

Michael Madsen im Gespräch mit Mads Brügger

Im Fall einer Veröffentlichung, wie folgt zu zitieren: Ausschnitte aus einem Interview mit Mads Brügger, dänischer Journalist, Filmemacher und Dokumentarfilmer (THE AMBASSADOR, THE RED CHAPEL) – veröffentlcht im Filmmagazin EKKO (www.ekkofilm.dk)

Michael Madsen: Nach den Jahren der Arbeit an INTO ETERNITY, ist mir ein Artikel untergekommen, der die Idee für meinen nächsten Film – THE VISIT – inspiriert hat, der Teil zwei meiner geplanten Trilogie ist. In diesem Artikel ging es um die Ernennung der Direktorin des UNOOSA durch die UN als Alienbotschafterin, eine Story, die schnell die Runde um die Welt machte. Ich bin darauf aufmerksam geworden, da ich schon immer gedacht habe, dass die radikalste Veränderung hier auf der Welt ein Kontakt mit anderen Lebensformen wäre. Und während ich den Artikel las, ist mir auf einmal eingefallen, dass, wenn sie wirklich einen Alienbotschafter ernennen, es da ein Potential für einen tollen Film gäbe, der betrachtet, was Leute wirklich praktisch machen, wenn es den ersten Kontakt gibt. Am nächsten Tag dann habe ich gelesen, dass das nur ein blinder Alarm war. Die UN hat das offiziell dementiert, so ein Botschafter ist nie ernannt worden. Trotzdem ist mir die Geschichte dann aber im Kopf geblieben, weil ich dachte, dass, egal was passiert, das Ganze dann im Schoß der UN landen wird. Also habe ich mich mit dem UN Büro für Weltraum-Angelegenheiten in Wien in Kontakt gesetzt. Die haben sich zunächst sehr gesträubt. Ich habe ein ganzes Jahr gebraucht, sie zu überreden, bei dem Film mitzumachen. Als ich dann in Wien war, um sie das erste Mal zu treffen – was alleine schon 4 Monate gebraucht hat, um diesen Termin zu vereinbaren – kam der Büroleiter durch die Tür und meinte: „INTO ETERNITY war ein großartiger Film! Ich habe ihn neulich abends auf einem unbekannten schwedischen öffentlich-rechtlichen Sender gesehen“, woraufhin sich die Stimmung deutlich änderte.

M.B.: Und vier Jahre später gibt es THE VISIT jetzt. Der Film ist ja INTO ETERNITY in vielerlei Hinsicht ähnlich, aber im Unterschied zum Vorgängerfilm spielt das Publikum eine komplett andere Rolle.

Michael Madsen: INTO ETERNITY richtet sich an ein potenzielles Publikum in der weit entfernten Zukunft. THE VISIT spricht dagegen sein Publikum von der radikalen Prämisse aus an, der Zuseher wäre selbst ein Alien: eine fremde Kreatur aus dem All. Jeder im Film spricht so in die Kamera, als spräche er oder sie direkt zu diesem Alien, und der ganze Film basiert ja auf diesem fiktiven Szenario, in dem Außerirdische gerade auf der Erde gelandet sind. Diese Außerirdischen bekommen dann ein Publikum durch eine ganze Reihe neugieriger, perplexer und besorgter wichtiger Leute von UN, NASA, der britischen Regierung, der European Space Agency und verschiedenster Forschungsorganisationen.

M.B.: Während des kompletten Films hältst du die Außerirdischen so abstrakt wie möglich. Du gibst der Versuchung nicht nach, fliegende Untertassen, Laserpistolen und Zottelhaarige zu zeigen; es bleibt auch unklar, ob der Alien überhaupt eine materialisierte Form hat, und es ist auch nicht genau klar, wo diese Begegnung stattgefunden hat. Im Laufe des Films entdecken wir dann auch, dass es weniger um außerirdische Lebensformen geht, sondern mehr um den Menschen selbst und was in uns verborgen schlummert.  

Michael Madsen: Es ist kein UFO-Film, sondern ein Spiegel. Es geht um uns selbst und unsere Ideen zu Dingen, die uns komplett fremd sind und darum, welches Selbst-Bild wir haben. Wir sehen alles als Abbild unserer selbst - und sie können sich über diese großen Distanzen hinweg setzen, sie sind ja fortschrittlicher als wir. Da sie bereits eine Technologie der Selbstzerstörung einer Zivilisation entwickelt haben, diesen Punkt aber überlebt haben, müssen sie tatsächlich ein größeres moralisches Bewusstsein haben als wir. Zu so einem Erstkontakt zwischen uns und fremden Lebensformen aus dem All gibt es zwei Denkrichtungen – es sind eigentlich wirklich nur zwei. Die erste Richtung vertritt den Standpunkt, dass sie nur zufällig hier sind und dass sie feindlich sind; das wäre dann also eine Invasion. The andere Denkweise besagt, dass diese Begegnung zu einer Art neuen Renaissance für uns wird; die Aliens werden mit einem sehr viel tiefergehenden Wissen über alles zu uns kommen und uns vor Krankheiten retten usw. Diese Sicht ist ein bisschen von Unterwürfigkeit gezeichnet und von Hoffnung, aber auch von der Tatsache, dass wir von einer höhergestellten Macht bemerkt, und auch anerkannt werden. Das ist meiner Meinung nach das interessanteste Szenario. Wenn man sich so etwas vorstellt, eine Begegnung mit einer moralisch und technologisch überlegenen außerirdischen Zivilisation, dann entdeckt man eine Art blinden Fleck in der westlichen Zivilisation, nämlich den Kontrollverlust. Wenn etwas oder jemand auf die Erde kommt, der oder die intelligenter ist als wir, und wir wissen nicht, was es ist, dann werden wir einen riesigen Kontrollverlust erfahren. Für die westliche Zivilisation ist es höchst ungewöhnlich, sich selbst an diesem Punkt zu finden. Und genau diesen Verlust der Kontrolle finde ich so interessant. Hier auf der Erde ist unsere Erfahrung der Begegnungen mit fremden Zivilisationen eher unglücklich. Die Europäer beschrieben die nord- und südamerikanischen Ureinwohner als vernünftige Tiere. Die Berichte von zeitgenössischen Zeitzeugen bezeichnen die Indianer so, bis ihnen der menschliche Status zugestanden wurde und entschieden wurde, dass sie auch Seelen besitzen. Das Problem bei so einer Begegnung ist, dass man sein Selbst darin verlieren kann, und das finde ich beängstigend. Was mich interessiert, ist zu fragen, wer wir sind. Man könnte sagen, dass eine Begegnung mit einer fremden Lebensform aus dem All die Kopernikanische Revolution vollendet. Wir haben begriffen, dass wir nicht länger das Zentrum des Universums sind, aber wir sehen uns trotzdem immer noch aus dem Blickpunkt der humanistischen Tradition, von dem aus wir die am höchsten entwickelte Lebensform des Sonnensystems sind. Und dieser Standpunkt wird in einer solchen Situation durcheinander gebracht werden.

M.B.: Wie hast du die Interviews gefilmt, in denen die Experten direkt den Alien ansprechen, als würden sie wirklich zu einem Alien sprechen?

Michael Madsen: Das war so ein Rollenspiel, das ich mit ihnen gemacht habe. Ich habe gesagt: "Stellen Sie sich vor, Sie würden mit dieser Kreatur sprechen", usw. Davor habe ich sehr viel recherchiert, wie sie über das Thema denken. Zuerst habe ich sie gefragt: „Welche Art von Kleidung werden Sie tragen? Wie bewegen Sie sich?“ Ich habe versucht, dass sie sehr physisch und spezifisch werden im Bezug auf das Alien. "Riecht es? Was sehen Sie? Werden Sie ruhig bleiben?" Der Mann vom SETI Institute hat zum Beispiel gesagt, dass das, was er wirklich sehen wollen würde, wäre, sich mit dem Alien hinzulegen und schlafen zu gehen (dafür war leider kein Platz im Film).

M.B.: Der Film untersucht aber auch die Möglichkeit, dass diese fremde Form von Leben einfach wieder abreisen würde, nachdem es sich umgeschaut hat, und diese Einsamkeit, die uns danach befallen würde. Wie schrecklich wird das, wenn wir merken, dass es da draußen noch jemanden gibt, aber dass er einfach kommentarlos geht?

Michael Madsen: Ja, das wird sehr, sehr traurig. Dann wäre die Frage: Sind wir nichts? Sind wir wirklich gar nichts? Sind wir sogar noch weniger als ein kosmischer Zufall? Das ist ein entsetzlicher Gedanke. Tief im Menschen sitzt eine gewaltige Einsamkeit, deshalb blicken wir auch seit Urzeiten zu den Sternen und fragen uns, ob es da draußen noch jemanden gibt oder ob wir alleine sind.

M.B.: Hast du befürchtet, dass es eine Begegnung mit einem Alien geben könnte, während du den Film drehst?

Michael Madsen: Nein, aber ich weiß, dass während Stanley Kubrick "2001" gedreht hat (1968), er sich für den Fall versichert hat, dass es eine Begegnung gäbe. Denn wenn es dazu gekommen wäre, wäre sein Filmprojekt ruiniert gewesen. Während der Produktion meines Films hat die NASA plötzlich gesagt, dass sie eine historische Ankündigung machen würde, und jeder dachte, sie hätten Leben auf dem Mars gefunden. Was sie dann verkündet haben, war dann am Ende nicht einmal annähernd so wichtig. Aber ich habe eben immer gesagt, dass mein Film – sollte es zu einer Begegnung kommen – als eine Art Handbuch dienen könnte, wie man mit so einer Situation umgeht.

M.B.: Ich habe vor kurzem gelesen, dass die Leute von SETI, die die Radiosignale aus dem All kontrollieren, schätzen, dass es in den nächsten 20 Jahren zu einem Kontakt kommen wird – was auf einer kosmischen Skala ja auch nur eine Bruchteilsekunde ist. Sind wir vorbereitet?

Michael Madsen: Natürlich haben die Leute von SETI immer noch das Problem der beängstigenden Stille, aber sie müssen ja mit ihrer Arbeit weitermachen, also müssen sie einfach irgendetwas kommunizieren. Aber sobald dieser Kontakt dann stattfindet, wird es meiner Meinung nach politisch sehr schwierig sein, sich auf eine gemeinsame Stimme zu einigen. Das schwierigste wird aber sein, dem ganzen unvoreingenommen entgegenzutreten. Das einzige, was ich sicher über ein solches Szenario sagen kann, ist, dass wir es uns nicht vorstellen können; wir werden schlicht und einfach keine Ahnung haben.

M.B.: Während all deiner Gespräche mit den Experten, haben sie dir dann "off the record", als die Kamera nicht lief, vielleicht gesagt, dass es schon einen Kontakt gegeben hat?

Michael Madsen: Einige dieser Leute persönlich glauben schon, dass es so etwas gibt und dass es wie bei Star Trek eine Art Hierarchie der Zivilisationen gibt. Ich habe aber versucht, solche Dinge aus dem Film herauszuhalten. Einen Film komplett ohne Skript zu machen war auch deswegen interessant, weil es mir die Möglichkeit gab, die Gedanken der teilnehmenden Experten innerhalb ihres Arbeitsbereiches ins Extreme zu treiben. Man entdeckt dann, dass die Art, wie wir verstehen, und wie wir Leben überhaupt wahrnehmen, sich nur innerhalb einer bestimmten Bandbreite bewegt – es aber andere Lebensformen auf der Erde geben könnte, die sich komplett unserer Kenntnis entziehen. Das sind dann Lebensformen, die so langlebig und so anders sind, dass wir sie gar nicht erst als Leben erkennen.

M.B.: Was ist die radikalste Idee über das Leben aus dem All, die dir untergekommen ist?

Michael Madsen: Zu den extremsten Theorien über das "Leben" gehört, dass es eine Form von Energie oder eine Zusammensetzung von Partikeln ist, also ein Partikelorganismus. Im Film kommt heraus, dass 50 Prozent unseres Körpers außerhalb unserer Kontrolle sind, er besteht aus Bakterien etc. So extreme Verständnisse zu untersuchen, ist unglaublich interessant.

M.B.: Der US-amerikanische Wissenschaftler Enrico Fermi hat die Frage gestellt: Wenn das All so voller Leben ist, wo sind dann alle und warum hinterlassen sie keine Spuren? Eine Antwort darauf ist, sie sind schon hier: es sind die Ungarn mit ihrer seltsamen Sprache. Die zweite Antwort ist, dass sie schlau genug sind, nicht hierher zu kommen, weil sie nicht davon profitieren würden. Aber natürlich, es gibt die Drake-Gleichung, die besagt, dass es auch Leben an vielen anderen Orten als der Erde geben muss, weil es so viele Planeten da draußen gibt. Darauf folgt dann die Gegenfrage: Wenn das Leben wirklich überall ist, warum haben wir es dann noch nie gesehen? Die wissenschaftlichste Antwort ist aber wohl, dass es schon existiert, wir es aber nicht als Leben erkennen. Unsere Erkenntnismethoden können es einfach nicht wahrnehmen oder begreifen. Ausschnitte aus einem Interview mit Mads Brügger, dänischer Journalist, Filmemacher und Dokumentarfilmer (The Ambassador, The Red Chapel) – veröffentlicht im Filmmagazin EKKO

"Kannst du zwischen Gut und Böse unterscheiden?“

Jacques Arnould Theologe, Ethikberater der französischen Raumfahrtagentur, CNES

„Wir werden große Schwierigkeiten haben, unsere Leute unter Kontrolle zu halten, wenn wir nicht bald Antworten erhalten. Ich bin nicht berechtigt, dir irgendetwas anzubieten. Ich bin hier, um etwas herauszufinden, aber ich bekomme keine Antworten.“

Paul Beaver Oberst (i. R.), Militär- und Öffentlichkeitsberater

„Der Gedanke, die Menschen seien einfach nur ein ‚Unfall‘, ein glücklicher Umstand, die richtige Chemie zur richtigen Zeit in der richtigen Entfernung zur Sonne. Das weckt das Gefühl, dass dem Universum unsere Existenz nicht nur gleichgültig wäre, sondern dass wir ein reines Zufallsprodukt wären.“

Dr. Sheryl BishopSozialpsychologin, Professorin, University of Texas Medical Branch at Galveston

„Ich denke, es gibt drei mögliche Gründe für seine Landung. Erstens: Es hatte Schwierigkeiten und musste eine Notlandung durchführen. Oder zweitens: Es könnte ein Erkundungsflug sein. Wir müssen auch die dritte Option bedenken und zwar, dass es feindselig ist und böse Absichten hegt.“

Admiral of the Fleet the Lord Boyce Ehemaliger Generalstabschef der britischen Armee

„Natürlich haben wir im Hinterkopf immer noch die Angst: Kommen die Aliens, um uns zu unterdrücken? Werden sie uns versklaven?“

Dr. Ernst Fasan Jurist, Experte für Weltraumrecht und Metarecht

„Die Fragen: ‘Woher kommen wir?' und ‘Warum ist die Erde so wie sie ist?' sind sehr mit der Frage verbunden ‘Gibt es anderes Leben da draußen?“

Niklas Hedman Politik- und Rechtssektion, Büro der Vereinten Nationen für Weltraumfragen

„Ich habe erwähnt, dass wir auf der Erde nur eine Art von Leben kennen, eine allen gemeinsame Biochemie. Meine Erklärung dafür ist die Konkurrenz während der Entstehung des Lebens. Wir haben diese Konkurrenz aufgefressen. Mit Haut und Haaren. Der Grund, weshalb wir nur eine Art von Leben auf Erden sehen, ist, dass eine Ökosphäre nur einen Organismus beherbergen kann. Eine Lebensform. Wir haben all die Anderen ausgebootet. Sie sind verschwunden, ausgestorben. Selbst wenn die Erde mit mehr als einer Art Biochemie begonnen hätte, hätte sich eine Art gegen die andere behauptet. Das eröffnet uns eine beängstigende Perspektive: Falls deine Lebensform eine andere Biochemie beinhaltet und auf der Erde freigesetzt wird oder wir ungewollt dein Raumschiff kontaminieren, werden sich unsere Lebensformen ohne böse Absicht konkurrenzieren. Aus diesem Grund plädiere ich für eine biologische Barriere zwischen dir und uns, bis diese Fragen geklärt sind. Also ist das gebotene vorbeugende Prinzip: strikte Trennung.“

Christopher McKay Astrobiologe, NASA Ames Research Center

„Sie würden nicht entdeckt werden wollen, solange sie sich auf einer Aufklärungsmission befinden. Was für eine Zivilisation hat sich hier entwickelt? Auf diese Frage können sie Antworten finden. Das erste, das die UNO hier tun muss, ist das Ganze auf eine Regierungsebene zu bringen. Die Landung bestätigen. Und die Geschehnisse seit der Landung klären.“

Mazlan Othman, PhD Astrophysikerin, Direktorin, UNOOSA, Büro der Vereinten Nationen für Weltraumfragen

„Die Evolution durch natürliche Auslese erklärt fast alles über das Leben auf der Erde. Und wir fragen uns natürlich, ob das ein universelles Gesetz ist. Etwas, das auch in der Galaxie und darüber hinaus gilt.“

John Rummel Vorsitzender, COSPAR Gremium zum planetaren Schutz

„Wir können mit dem Unbekannten nicht umgehen. Wir müssen verstehen. So sind wir. So funktionieren wir.“

Vickie Sheriff (li.) ehemalige Regierungssprecherin des Vereinigten Königreiches

„So viel wir auch darüber reden, ich bin mir nicht sicher, ob die Menschen überhaupt schon für diesen Fall geistig bereit wären. Die Frage ist doch: Was würde das bedeuten?“

Janos Tisovsky (li.) Direktor, Informationsdienst der Vereinten Nationen, UNIS

„Als die Menschen die Voyager-Aufzeichnungen zusammengestellt haben, war eine der schwierigsten Fragen: Sprechen wir auch über unsere Eigenschaften, auf die wir nicht so stolz sind? Die Dinge, von denen wir wünschten, dass sie nicht so wären? Berichten wir von Krieg, über Kämpfe zwischen den Menschen? Erzählen wir von unserer Fähigkeit, unsere eigene Zivilisation zu zerstören? Solche Bilder wurden nicht in die Voyager-Aufzeichnungen aufgenommen, und es gab die Kritik von manchen, dass diese Nachricht damit nicht ehrlich sei.“

Dr. Kurt Waldheim ehem. UNO-Generalsekretär

„Du fragst mich: Was ist ein Mensch?“

Doug Vakoch Leiter Interstellare Nachrichtenerstellung, SETI Institute

„Jetzt gerade ist das meine Reise. Bald wird diese Reise zu Recht der ganzen Welt gehören. Trotzdem empfinde ich nichts außer einem Gefühl von Bedauern. Da ist eine Ruhe, ein Frieden in diesem Augenblick. Ich war im Raumschiff. Jetzt fühle ich eine starke Gelassenheit. Ich muss versuchen, sie zu bewahren, wenn ich wieder raus komme und auf die Menschheit treffe.“

DChris Welch Weltraum-Ingenieur, Professor, International Space University

Crew

Buch und Regie Michael Madsen

Kamera Heikki Färm

Schnitt Stefan Sundlöf, Nathan Nugent

Sound Design Peter Albrechtsen

Sound Artist Øivind Weingaarde

Phantom Kamera Operator Stefan Maitz, Eva Mittermüller

Produktionsleitung Flavio Marchetti

Produzentin Lise Lense-Møller

Koproduzenten
Michael Kitzberger
Wolfgang Widerhofer
Nikolaus Geyrhalter
Markus Glaser
Andrew Freedman
Sami Jahnukainen
Carsten Aanonsen

Produktion Magic Hour Films, Denmark

Produktion
NGF - Nikolaus Geyrhalter Filmproduktion GmbH, Austria
Venom Films, Ireland
Mouka Filmi, Finland
Indie Film, Norway

Mit Unterstützung von
Österreichisches Filminstitut
Filmfonds Wien
FISA – Filmstandort Austria
Land Niederösterreich
Danish Film Institute
Nordisk Film & TV Fond
The Irish Film Board
Section 481
Screen Scene
The Finnish Film Foundation
Norwegian Film Institute
The Finnish Film Foundation
MEDIA – Slate Fnding

TV-Sender DR3, VPRO, SVT, YLE

Im Kino

Kinofinder

Ab der Startwoche erfahren Sie hier stets aktuell,
in welchen Kinos THE VISIT zu sehen ist.

ZUM KINOFINDER

Filmwecker

Mit dem Alarm-Dienst von kino-zeit.de THE VISIT nicht verpassen.
Einfach die gewünschte Postleitzahl eingeben und Sie erhalten einmalig eine Mail,
sobald THE VISIT in Ihrer Gegend anläuft.

ZUM FILMWECKER

Gewinnspiel

Um teilzunehmen beantworten Sie folgende Frage:

Welches Ereignis wird in The Visit dokumentiert?

A.) Die erste Begegnung zwischen Menschen und Robotern
B.) Die erste Begegnung zwischen Menschen und Außerirdischen
C.) Die erste Begegnung zwischen Außerirdischen und Affen

Teilnahmebedingungen: Teilnahmeschluss ist der 31.10.2016. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Keine Barauszahlung der Preise möglich. Es gelten die allgemeinen Geschäftsbedingungen der farbfilm verleih GmbH.

1. Preis: Original Home Planetarium von SEGA TOYS

Mit den hochauflösenden Heimplanetarien von Sega Toys holen Sie sich das Bild des Himmelsgewölbes zu sich nachhause. www.segatoys.space.de

2. - 4. Preis: „Erstkontakt”, Daniel Gerritzen, KOSMOS Verlag

Die Wissenschaft ist sich einig: Der Kontakt mit Außerirdischen ist keine Utopie, sondern nur eine Frage der Zeit. Dieses Buch stellt erstmals die in der Forschung entwickelten Szenarien für den Ernstfall vor. Was passiert, wenn wir in unserem „Versteck” Erde entdeckt werden? Werden die Regierungen uns überhaupt informieren? Wie reagieren die Medien? Wissenschaftlich fundiert und äußerst spannend beschreibt Daniel Gerritzen die Auswirkungen eines Erstkontakts auf die Menschheit und zeigt, wie riskant es ist, dieses Thema zu verdrängen. www.kosmos.de

Schule

THE VISIT - eine außerirdische Begegnung stellt die Frage, was passieren würde, wenn intelligentes außerirdisches Leben auf der Erde landen würde. Mit beispiellosem Zugang zum Büro für Weltraumfragen der UNO, dem Miliär und Experten leitender Agenturen für Weltraum, erkundet der Film ein Szenario eines ersten Kontakts.

SCHULMATERIALIEN

Ein Film, der zum Nachdenken anregt: über die menschliche Existenz, das menschliche Zusammenleben und das Unbekannte. Die vorliegenden Arbeitsmaterialien werden dabei helfen, Diskussionen zu führen und sich mit den Inhalten intensiv auseinanderzusetzen. Sie bieten Anregungen und Tutorials als Ausgangspunkt für die unterschiedlichsten Unterrichtsfächer: Philosophie, Psychologie, Deutsch, Religion, Ethik, Geographie, Biologie, Physik u.a. und werden die fächerübergreifende Zusammenarbeit unterstützen.

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Schulvorführungen

Bei Interesse an Schulvorführungen wenden Sie sich gerne an Ihr Kino vor Ort oder direkt an:


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Boxhagener Str. 106
10245 Berlin

Tel. 030-29772929
Fax. 030-29772977

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